Städtepartnerschaft

Die Partnerstädte Idsteins

Uglitsch ist Partnerstadt von Idstein - neben Zwijndrecht, (Belgien), Lana in Südtirol (Italien) und Sile (Türkei).

Uglitsch

Anders als die Partnerschaften mit den Städten Zwijndrecht (Burcht) und Heusden (Vlijmen) kam die Begegnung zwischen Idsteiner und Uglitscher Mandatsträgern nicht auf Empfehlung europäischer kommunaler Spitzenverbände zustande, sondern sie ist quasi der "Schlussstrich" unter einer fast 20jährigen Begegnungsreihe mit Besuchsgruppen aus allen Teilen der ehemaligen Sowjetunion. Auf sowjetischer Seite stand an der Spitze der dortigen Freundschaftsvereinigung eine in der gesamten Sowjetunion bekannte Persönlichkeit, Frau Valentina Tereschkowa (der ersten Astronautin/Kosmonautin im Weltall), die in der Nähe von Uglitsch geboren ist.

Auf ihre Empfehlung hin kam es dann im Jahre 1990 zu einem ersten Besuch des damaligen Uglitscher Bürgermeisters in Idstein. Es folgte ein Gegenbesuch einer offiziellen Idsteiner Delegation im Jahr 1991, dem sich auch zahlreiche weitere Besuche von Privatpersonen sowohl in Idstein als auch in Uglitsch anschlossen. Die Partnerschaftsurkunde wurde im Juli 1995 in Uglitsch unterzeichnet.

Uglitsch liegt ca. 250 km nördlich von Moskau an der Wolga. 42.000 Einwohner leben in der großflächigen Stadt, die wirtschaftliche Struktur bereitet gegenwärtig große Probleme.
Bürgermeisterin ist seit 1994 Eleonora Scheremetjewa.

Haus der Freundschaft - Idstein-Haus in Uglitsch

Das Haus der Freundschaft oder auch Idstein-Haus genannt ist vor 200 Jahren als Krankenhaus am Ufer der Wolga gebaut worden. An einer annähernd rechtwinkligen Biegung des breiten Flusses bietet es einen schönen Blick auf die Flusslandschaft. Die Anlegestelle der Touristenschiffe befindet sich in der Nähe des Hauses.

Blick auf das Idstein-Haus vor der Sanierung der Promenade an der Wolga


Nachdem das neue große Krankenhauses am Rande der Stadt fertiggestellt war, hatte das alte klassizistische Gebäude keine Funktion mehr und zeigte zudem einige Bauschäden. Eine Gruppe von Künstlern richtete sich Atelier-Räume ein und sanierte das Gebäude notdürftig. Da sie das Dach mit eigenen Mitteln nicht sanieren konnten, wurden dort, wo es durchregnete, Wannen und Eimer hingestellt, und an sehr kalten Tagen im Winter blieben die Ateliers leer.

Nun ist das Haus mit Mitteln der Stadt Idstein und mit Spenden – auch vom Freundeskreis – saniert worden. Es hat ein neues Dach, eine Heizung, neue Fenster und einen Außenanstrich, der aber leider wieder Schäden aufweist. Um das Haus wurde eine Drainage gelegt, aber es müssen noch weitere Maßnahmen zur Trocknung der Grundmauern erfolgen.

Blick aus dem Idstein Haus auf die Wolga und die Promenade

Einige Künstler in diesem Haus gehörten zu den ersten Idstein-Besuchern. Der Maler und Zeichner Alexander (Sascha) Petrow war im Frühsommer 1992 zweiter Idsteiner Stadtzeichner. Er wohnte und arbeitete mehrere Monate in Idstein. An vielen Plätzen der Stadt saß er vor Motiven und wurde von vorübergehenden Passanten angesprochen und auch öfters eingeladen. Durch seine sympathische und liebenswerte Art gewann er die Herzen der Idsteiner. Gegen Ende seines Aufenthalts gab es eine Ausstellung, an der sich auch andere Künstler und Kunsthandwerker aus Uglitsch beteiligten. Typisch russische Arbeiten, Holzfiguren, Patchwork, Leinentücher, Keramik sowie Ölgemälde, Aquarelle, Druckgrafik und Zeichnungen waren zu sehen und auch zu erwerben.


Zum Reiseprogramm jeder Idsteiner Gruppe gehört auch eine Besichtigung der Ateliers in diesem Haus. Seit einigen Jahren gibt es einen Raum für Ausstellungen und zwei Räume für Treffen und kleinere Veranstaltungen und eine kleine Küche.

Im Ausstellungsraum hingen auch die prämierten Arbeiten des Mal-Wettbewerbs zwischen Schülern aus Idstein und Uglitsch. Vier Jahrgangsgruppen wetteiferten unter dem Thema „Ich erzähle von meiner Stadt“. 2007 lag die Beteiligung in beiden Städten bei etwa 300 Arbeiten.

Jetzt stehen in den Vitrinen Holzfiguren von Alexandre Maksimov. Die eleganten Formen seiner Kunstwerke hat er aus alter russischer Tradition entwickelt.

Die Front des Hauses schaut auf die Wolga und zeigt neben dem Eingang ein Schild mit der Aufschrift "Haus der Freundschaft". Über der Tür steht der Hinweis, dass sich hier ein Ausstellungsraum befindet.

Die Künstler im Idstein-Haus sind Mitglieder der "Künstlervereinigung der Russischen Föderation" und genießen somit die höchste staatliche Anerkennung.

Mehr Information über die Künstler und ihre Arbeiten finden Sie im "Künstlerportal".





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